Ein Lächeln schenken – Der 2. Geburtstag!

Veröffentlicht: Juni 19, 2012 von Ms. Tuesday Sophie in Innovation, Know How
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Es gibt viel Zufälle und Schicksale im Leben, schöne sowie aber auch leider viele unschöne! Man kann nie vorhersehen was passiert und man hat auch keine Kontrolle über sein eigenes Leben. Eines steht jedoch fest: Man kann sich entscheiden ein Lebensretter zu werden und ein Lächeln zu schenken!

 

Im Rahmen meines Themenfeld-Projektes habe ich mich mit Organspenden auseinandergesetzt und muss sagen das Thema hat mich sehr nachdenklich gemacht. Das eigene Leben ist leider so unberechenbar, dass man nicht weiß wann es vorbei ist. Man kann sich aber dafür entscheiden über den Tod hinaus Menschen zu helfen. Es ist sehr  schwierig sich mit diesem Problem auseinander zu setzen, weil man sich gewöhnlich eher weniger Gedanken über den eigenen Tod machen möchte. Die Resonanz von deutschen Bundesbürgern zu diesem Thema ist aber trotzdem sehr positiv:

74 Prozent der Deutschen wären mit einer Organentnahme nach ihrem Tode einverstanden, wie die jüngste Repräsentativerhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) von 2010 belegt.

Die BZgA ist in Deutschland dafür verantwortlich über das Thema Organspende aufzuklären und zu informieren, wie es funktioniert. Die Vorstellung Organe entnommen zu bekommen mag eigenartig sein, aber man muss einfach an dieser Stelle sagen, man ist ja eh tot und man rettet im wirklichen Leben Menschen damit. Eine Transplantation findet natürlich auch nur statt wenn der Gehirntot von mindestens 2 Ärzten bestätigt wurde. Somit soll die Befürchtung, dass man vielleicht gar nicht tot ist auch aus dem Weg geräumt sein.

Es stellt sich natürlich die Frage warum nicht jeder der 74% die dazu bereit wären Organe nach dem Tod zu spenden, sich auch offiziell dazu bekennen, indem sie es kommunizieren oder einen Organspendeausweis besitzen?

Ich denke hier steckt viel Angst dahinter und die eigene Unsicherheit sich mit dem Tod zu beschäftigen. Auch die Vorstellung, dass der eigene Körper dann entstellt sein könnte oder man es aus ethischen und moralischen Gründen nicht befürworten kann. Die meisten Bedenken sind allerdings unbegründet, denn es wird würdevoll mit dem Körper umgegangen und man schenkt Leben an Bedürftige. Es ist auch möglich zu entscheiden was man spendet, so kann man ganz individuell jede Befugnis über den Körper bestimmen und dabei etwas Gutes tun.

Ob durch einen Unfall oder eine Krankheit, die Organempfänger selbst können fast nie etwas für ihr Schicksal. Es gibt unglaublich viele Menschen die aus verschiedenen Gründen auf eine Organspende angewiesen sind.Ohne diese Maßnahme würde es bei den meisten zum Tod führen. Mit einer Organspende kann man das verhindern und ihnen einen „Zweiten Geburtstag“ ermöglichen.

Dieses Thema ist sehr speziell und die Entscheidung Organspender zu werden muss jeder ganz persönlich treffen. Aber vielleicht hilft es schon, einmal nicht nur an sich und an seinen eigenen Körper zu denken, sondern vielleicht an das Lachen der Person die mehr Lebenszeit geschenkt bekommt, welche wir dann eh nicht mehr hätten nutzen können.

„Ich genieße jeden Tag – ich weiß, dass mir das Leben ein zweites Mal geschenkt wurde“. So fasst eine Lebertransplantierte Ihre Erfahrungen zusammen.

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Kommentare
  1. Hallo Sophie,

    Organspende kann ich nur befürworten. Obwohl es sich um eine ganz persönliche Entscheidung handelt, ist Fakt, dass wir in Deutschland mehr Organspender brauchen. Ich habe zu diesem Thema auch schon in unserem Blog berichtet und bin bereits Organspender. Du auch?

    Hier noch mal mein Beitrag falls du ihn noch nicht gelesen hast:

    http://social5forces.wordpress.com/2012/05/13/deutschland-hat-zu-wenige-organspender-habt-ihr-schon-einen-organspendeausweis/

    Viele Grüße

    Max

  2. Sofia sagt:

    Hallo Sophie,

    jetzt war Max schneller als ich. 😉 Ich wollte auch auf seinen Blog-Beitrag verweisen.

    Ich persönlich bin für Organspende. Und irgendwie bin ich vorgestern zufällig zu einem Organspende-Ausweis gekommen. Ich hatte bei Amazon ein Buch für meine Hausarbeit gebraucht bestellt, weil die Lieferung sonst 3 Wochen gedauert hätte. Als ich das Buch dann ausgepackt hatte, lag in der Verpackung eine Info-Broschüre zum Thema Organspende mit herausnehmbaren Organspende-Ausweis. Jetzt muss ich ihn nur noch ausfüllen und in mein Portemonnaie packen.

    Liebe Grüße,
    Sofia

  3. Ms. Tuesday Sophie sagt:

    Hallo ihr 2,

    danke für euer Feedback. Ich freue mich zu hören, dass ihr für Organspenden seid und euch auch schon selbst damit beschäftigt habt.

    Ich denke das Problem bei diesem Thema ist, dass es viel zu wenig Menschen gibt die davon wissen und darüber aufgeklärt sind. Man kommt selbst nur eher schwer dazu, sich einen Organspendeausweis schicken zu lassen, wenn man sich mit dem Thema nicht mal beschäftigt hat. Wie auch bei euch, spielt da der Zufall eine große Rolle. Obwohl dies sehr schade ist, denn durch mehr Aufklärung würde es auch mehr Spender geben und dies bedeutet, mehr Lächeln!! 🙂

    Liebe Grüße,
    Sophie

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