Es gibt sie doch: „Social Parties“ in Berlin!

Veröffentlicht: Juni 1, 2012 von Jan in Berlin, Innovation, Social Entrepreneurs
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PartyErinnert ihr euch noch an meinem Artikel „Geile Sause… – in grün!„? Vor zwei Wochen berichtete ich in diesem über die Party-Reihe „Lush“ aus Bangkok. Als soziale und nachhaltige Partyreihe wird zwar ein guter Zweck verfolgt, was die Partyreihe aber so legendär macht  ist nicht primär der gute Zweck, sondern dass es trotz des guten Zwecks noch immer „erlaubt“ eine wilde Party mit einer Menge Spaß zu haben. Nun, im selben Artikel versuchte ich vergleichbare Projekte zu finden und machte “UNIted Campus – “Die Studenten Charity Party” und aktiv7 e.V. als Veranstalter solcher Parties ausfindig…doch das war es dann auch mit den guten Parties. Ich wunderte mich, stellte die Frage wieso das so ist….und erhielt schon schnell Antworten!

 

Logo des Sadiya International e.V.

Logo des Sadiya International e.V.

Die Antworten bestanden nicht aus einer Antwort wieso es so wenig Parties dieser Art gibt, sondern – und das ist viel besser – aus einer kontroversen Meinung: Es gibt sie doch! So bekundete Steffen (Social5Forces-Blog), er plane für sein soziales Projekt „Sadiya International e.V.“ auch durch soziale Veranstaltungen Einnahmen zu generieren.:

Und Du wirst es nicht glauben genau diese Idee haben Freunde von mir auch! Mit denen baue ich gerade ein Projekt/Verein auf der darauf abziehlt Waisenkinder in Entwicklungsländern zu unterstützen. Einer unserer Finanzierungsideen ist es Events zu veranstalten sprich Partys zu machen.

Klasse! Aber das ist noch nicht alles, denn auch unsere liebste Ms. Monday Jana greift das Thema auf und schreibt in ihrem Artikel „Carrotmob goes clubbing“ über eine leicht abweichende Idee:

The team approaches popular clubs in Berlin and offers them a good deal: In return for “mobbing” their club and therefore guaranteeing a great party with a profitable revenue, the club owner agrees to use a perecentage rate of the profit to make the club more environment friendly. The club with the highest bidding gets the mob!

Club Mob Berlin

Club Mob Berlin

Sicher ist diese Idee etwas abweichend, da nicht gezielt ein soziales Projekt gefördert wird, sondern die ökologische Optimierung der Veranstaltungsräume. Aber genau das ist heute gar nicht so unwichtig: Es setzt Trends und hilft dabei eine Lawine des ökologischen Engagements auszulösen. Ökologisches Engagements ist in der Theorie zwar hoch gelobt und trifft weitgehend auf Zustimmung, doch in der Praxis muss man sich mit einer gewissen Schwerfälligkeit auseinandersetzen.

Nun, war es das? Nein, natürlich nicht…denn auch außerhalb dieses Blogs tauchten plötzlich ähnliche Projekte auf: Auf dem Karneval der Kulturen blitze mich der Eyecatcher „Social“ auf einem auf dem Boden liegender Flyer an. Unter Einsatz meines Lebens rettete ich diesen (entsorgte ihn aber wieder zügig, da er dann doch nicht mehr so „appetitlich“ war) und hatte einen Volltreffer gelandet: Eine Berliner Agentur für „soziale Belangen“ warb damit, dass sie erfahren in der Umsetzung sozialer Veranstaltungen sind und diese auch zukünftig in großem Stiel umsetzen wollen. An dieser Stelle: Hat jemand mal von einer solchen BERLINER Agentur gehört? Da ich den Flyer nun wieder wegschmiss und ich bei leichtem Bierkonsum leicht zur Vergesslichkeit neige, habe ich den Unternehmensnamen am nächsten Tag doch nicht mehr aus meinem Gedächtnis abrufen können…

Aber halb so wild, denn es geht noch weiter:  Ms. Tuesday Sophie hielt ihn als Druck in der Hand, mir lief er parallel auf Facebook über den Bildschirm: Ein Flyer der Charité Berlin wirbt mit ihrem Flyer und dem Motto „DANCE AGAINST CANCER“ für den „Charity Dance„, eine Party mit dessen Einnahmen die Kinderkrebsklinik der Charité unterstützt werden soll:

Charity Dance Flyer

Charity Dance Flyer

 

Vielleicht schwappt der Trend der Social Parties jetzt nach Berlin, oder aber meine Augen sind jetzt viel offener für entsprechende Eindrücke. Wie schaut es denn mit euch aus? Habt ihr in der Vergangenheit schon mal von solchen Veranstaltungen gehört?

Seit ihr dem eigentlich auch so positiv gegenüber eingestellt wie ich? Wie es sich für einen fleißigen Blogger gehört habe ich auch versucht Gegenargumente zu finden: Was könnte falsch/unüberlegt an solchen Veranstaltungen sein? Ich habe keine Argumente gefundenwas ist mit euch?

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Kommentare
  1. Ms. Monday Jana sagt:

    Hallo Jan,
    Danke für diese Zusammenfassung. Jetzt bin ich auf dem neuesten Stand was Social Parties angeht. Ich war persönlich noch nicht auf solch einer Party. Weiß jemand wann die nächste stattfindet? Mir fallen spontan auch keine wirklich tragbaren Gegenargumente ein. Aber vielleicht kann man sich mit dem Besuch einer solchen Party ein klareres Bild davon machen.
    LG,
    Jana

  2. Ms. Monday Jana sagt:

    Noch ein Nachtrag: Julian hat sich in seinem letzten Beitrag mit dem Konzept „Organic Disco“ beschäftigt (http://social5forces.wordpress.com/2012/05/31/organic-disco/). Dabei geht es darum, dass während der Feier z.B. durch die Bewegung auf der Tanzfläche Strom erzeugt wird, welcher beispielsweise zur Beleuchtung hiervon genutzt wird. Auch ein interessantes Konzept!

    • Mr. Friday Jan sagt:

      Hey Jana,

      danke für deine Kommentare. Ich habe mir auch schon gedacht, dass es klasse wäre wenn jemand von uns mal von einer solchen Social Party in Berlin berichten könnte. Leider ist mir aber jetzt in naher Zukunft auch keine Party bekannt…aber wenn wir alle die Augen offen halten, kann es doch gar nicht mehr lange dauern… 😉
      Spätestens sobald Steffen mit seinem Verein die erste Party starten lässt… – Ich bin gespannt!

      Danke für die Empfehlung des Artikels von Julian – von diesen strom-erzeugenden Tanzflächen habe ich auch schon gehört….ich werde mir den Artikel direkt mal anschauen…

      LG,
      Jan

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