Geile Sause… – in grün!

Veröffentlicht: Mai 18, 2012 von Jan in Innovation, Social Entrepreneurs
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In blau, aber trotzdem grün: Lush-Party in Bangkok

In blau, aber trotzdem grün: Lush-Party in Bangkok

Ein paar gibt es ja doch: Wohltätigkeitsveranstaltungen, Sommerfeste oder Spendenbälle – alles schön und gut, wichtig und bestimmt nette Abende/Tage. Aber hier geht es häufig darum direkt Spenden zu sammeln und nicht “ ’ne fette Party“ zu feiern.

Wieso verbindet man nicht die Interessen junger (und junggebliebener) Menschen mit einem guten Zweck ohne dabei den guten Zweck immer empor zu heben. Wenn wir uns von einer „sozialen/grünen Idee“ wünschen, dass diese als selbstverständlich angenommen wird – sollten wir dann nicht auch versuchen dieser Idee einen etwas selbstverständlicheren Charakter zu verleihen?

Lush Logo

Lush Logo

Nun, der Ursprung meiner Gedanken ist auf einen meiner Auslandsaufenthalte zurück zu führen: In Bangkok, Thailand werden ca. alle 3 Monate Partys aus der Reihe „LUSH – Green Nights Out“ veranstaltet. Genau genommen handelt es sich um ein „Charity Event“ – es fühlt sich nur nicht so an! Alle Einnahmen fließen ohne Umwege in ein soziales Projekt und die Energieversorgung ist 100% grün. Das wird zwar auch so kommuniziert, doch am Abend konzentrieren sich alle auf die Party. Keine Ansprachen, keine Huldigung der Sponsoren, keine Bitte um Spenden…einfach nur das, was die Leute auch sonst an diesem Abend tun würden: Feiern!

Party über den Dächern Bangkoks

Party über den Dächern Bangkoks

Und das Geheimnis des ganzen ist ganz einfach:

LUSH is an initiative that promotes positive environmental and social change through affordable high-quality events. (Q: LUSH – Green Nights Out)

Die Leute kommen zu der Veranstaltung nicht nur weil sie etwas Gutes tun, sondern – und das häufig sogar vordergründig – weil sie Teil einer legendären Partyreihe werden wollen (im August waren es 2.500 Personen – mehr hat die Location nicht gefasst). Die Partys sind aufwendig produziert, doch trotzdem kommt jedes mal ein ordentlicher Ertrag zustande. Und das schönste dabei: Die Leute können es gar nicht erwarten bis die nächste Lush-Charity steigt!

 

Ich habe mich auch mal auf die Suche nach vergleichbaren Projekten gemacht und musste feststellen, dass es gar nicht so einfach ist was zu finden. Immer wieder stoße ich auf kleinere Projekte dieser Art. So veranstaltet zum Beispiel „UNIted Campus – „Die Studenten Charity Party“ regelmäßige Charity-Partys in Düsseldorf und auch die Studenteninitiative aktiv7 e.V. lässt seit einigen Jahren schon kleinere Benefitzpartys in Franfurt steigen.

Doch warum sind das alles noch Randerscheinungen? Wo sind die großen Partyreihen? Insbesondere in Berlin muss sowas doch gut umsetzbar sein. Und was denkt ihr eigentlich darüber? Ist es die richtige Herangehensweise oder sollte der die Spende doch weiterhin im Vordergrund stehen? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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Kommentare
  1. Steffen "Berlin" sagt:

    Hallo Jan,

    echt super dein Beitrag. Von dieser Party-Reihe in Thailand hatte ich noch nicht gehört. Die Idee „feiern und dabei was gutes tun“ finde ich toll. Und Du wirst es nicht glauben genau diese Idee haben Freunde von mir auch! Mit denen baue ich gerade ein Projekt/Verein auf der darauf abziehlt Waisenkinder in Entwicklungsländern zu unterstützen. Einer unserer Finanzierungsideen ist es Events zu veranstalten sprich Partys zu machen. Am Karneval der Kulturen werden wir einen Stand haben und uns so das erste mal einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Mein nächster Artikel wird diesen Verein genauer beschreiben. Schau doch einfach mal rein.

    gruß Steffen

    • Mr. Friday Jan sagt:

      Steffen,
      danke für dein Kommentar – absolut klasse Sache mit dem Verein und das geplant ist die Finanzierung auch über Partys laufen zu lassen! Man darf ja auch nicht vergessen, dass man mit solchen Partys nicht nur auf einer ungezwungenen Art und Weise Gelder sammeln kann, sondern darüber hinaus auch eine ganz andere Zielgruppe für das Thema sensibilisiert!!!

      Magst du mir verraten welcher Verein das ist? Das interessiert mich sehr und ich würde mich freuen – wenn ich es denn zum Karneval schaffe – auch mal bei eurem Stand vorbei zu schauen!

      Ich bin gespannt auf deinen Artikel und vielleicht kannst du ihn hier ja mal im Kommentar verlinken, wenn ich es nicht vor dir tue!! 😉

      Viele Grüße,
      Jan

  2. […] in den Sinn, Partys zu veranstalten. Das solch ein Konzept funktioniert, kann man in Jans blog: https://realfounder.wordpress.com/2012/05/18/geile-sause-in-grun/ nachlesen. Natürlich wollen wir uns nicht nur darauf verlassen. Ein zweites wichtiges […]

  3. […] phenomena for a social purpose. Jan already presented a similar project in his last post “Geile Sause… – in grün!“. Both have connected the love to party with social […]

  4. Ms. Monday Jana sagt:

    Hallo ihr Zwei!
    Ich habe gute Nachrichten 🙂 Es gibt in Berlin Clubmob – eine sehr interessante Partyreihe, welche 2011 begründet worden ist. In meinem heutigen Post könnt ihr mehr darüber lesen (https://realfounder.wordpress.com/2012/05/28/carrotmob-goes-clubbing/). Ich finde die Idee, den Spaß mit etwas Gutem zu verbinden super. Meiner Meinung nach werden so auch Leute involviert die möglicherweise sonst nicht spenden würden bzw wenig Interesse an solchen Projekten haben. Es tut sich also eine viel breitere Zielgruppe auf und damit ein höheres Potential an Spenden. Ob die Besucher der Parties sich nun umfassend mit dem sozialen Zweck auseinandergesetzt haben ist dabei finde ich eher Nebensache. Letztendlich geht es ja um die eingenommenen Spenden und somit den sozialen Nutzen. Was denkt ihr?
    LG,
    Jana

  5. […] ihr euch noch an meinem Artikel “Geile Sause… – in grün!“? Vor zwei Wochen berichtete ich in diesem über die Party-Reihe “Lush” aus […]

  6. Jan sagt:

    Hello,

    danke für deine Nachricht und die Info über die Partyreihe. Klasse – scheinbar tut sich ja doch was auf dem Markt für soziale Parties 😉 Ich habe auch das Gefühl, dass mir – seitdem ich den Artikel geschrieben habe – immer mehr soziale Parties bzw. dessen Veranstalter „über den Weg laufen“. Womöglich musste ich für das Thema erst noch etwas mehr sensibilisiert werden? Oder es ist gerade jetzt erst die Zeit gekommen, wo Veranstalter dieser Art aktiv werden. Ich bin gespannt…und vielleicht schafft es ja einer von uns demnächst mal auf eine solche Party und kann darüber berichten… .

    LG,
    Jan

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