Urban Farmin worldwide: Wo wird sonst so in den Städten geerntet?

Veröffentlicht: Mai 11, 2012 von Jan in Social Entrepreneurs
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In meinem letzten Artikel „Urban Farming in Berlin: Die Prinzessinengärten“ habe ich euch die Prinzessinengärten in Berlin vorgestellt. Ein urbaner Mitmach-Garten mitten in Berlin Kreuzberg. Schon im Artikel habe ich angekündigt, dass ich mich diese Woche damit beschäftigen möchte „in wie fern und in welchen Dimensionen es solche Projekte in anderen Metropolen gibt“. Und das war gar nicht so schwer, denn es gibt schon jede Menge und unterschiedlich große Projekte ähnlicher Art.


Mein Interesse für die internationale Verbreitung von „Urban Farming“ entstand dadurch, dass ich bei meinen Recherchen über grundlegende Informationen über das Thema auf das folgende Bild gestoßen bin:

Vertical Farm in Bangkok

Vertical Farm in Bangkok

Nun, im Prinzip ist das nur eins der vielen Urban Farming Bilder, doch mir ist das Gebäude in der oberen linken Ecke aufgefallen. Nichts besonders? Doch – für mich schon! Denn ich komme gerade frisch von meinem Praktikum in Bangkok und ohne großartig hinzuschauen wusste ich, dass der „gelbe Fleck“ auf dem Gebäude ein Abbild von Thailands König Bhumibol sein muss und schlussfolgerte daraus, dass das ein Bild einer „Urban Farm“ in Bangkok sein muss. Nun…mal abgesehen von der meinem persönlichen Interesse der Stadt gegenüber war ich durchaus überrascht: Wow, selbst in Bangkok gibt es schön Städtefarmen!
Nach kurzer Recherche fand ich heraus, dass es sich dabei um eins von zwei Projekten dieser Art des Thailand Environment Institute handelte, welche bereits im Jahre 2000 gestartet wurden.

Jetzt war ich gespannt: Wo gab es noch ähnliche Projekte? Ben heizte mein Interesse mit seinem Artikel-Kommentar noch weiter an:

„[…] Ein tolles Projekt. Robert Shaw berichtet in dem Interview er hätte die Idee aus Kuba importiert, nach dem er dort als Student ein Jahr verbrachte.“

Ahja? Aus Kuba kommt die Idee? Ich recherchierte weiter und lass von Projekte aus Japan, Singapur, Ägypten, China, Indien…und insbesondere aus den USA. Überall scheinen sich diese Vertical Farms auszubreiten….doch wo kommen sie eigentlich ursprünglich her? Aus Kuba?

Die Frage war leider nicht so wirklich einfach zu beantworten, aber die meisten Quellen geben an, dass Urban Farming aus den USA kommt. So schreibt zum Beispiel der öffentlich rechtliche TV-Sender 3Sat auf seiner Webseite:

„Der Ursprung der urbanen Bauern führt auch nach New York: Schon 1973 schlossen sich dort die „Green Guerillas“ zusammen, um eine leere Bauflächen zu begrünen. Ebenfalls in den 1970er Jahren entstand in der Stadt am Hudson River das Programm „Green Thumb“, das sich selbst heute als größtes Programm für gemeinschaftliches Gärtnern in den USA bezeichnet. Auf das Konto der beiden „Urban Gardening“-Bewegungen gehen allein in New York mehr als 1000 neu angelegte Beete.“

Weiter berichtet 3Sat im selben Artikel auch darüber, dass Urban Farming längst auch kommerziell genutzt wird und weckt mein Interesse nach kommerziellen Großprojekten:

„Eine kommerzielle Farm ist die 6000 Quadratmeter große „Eagle Street Rooftop Farm“ über den Dächern von Brooklyn. Seit 2009 wird dort in großem Stil Gemüse angebaut und geerntet.“ (Quelle: 3Sat – Hühner, Ziegen und Salat aus der Stadt)

Geplanten Treibhaus in Linköping, Schweden

Geplanten Treibhaus in Linköping, Schweden

Ich finde die gemeinschaftliche Variante des Urban Farming absolut klasse und hoffe, dass sich das weiter so durchsetzt. Aber auch die unternehmerische Betrachtung finde ich ungemein spannend. Also recherchierte ich weiter und stoß auf das ultimative Groß-Projekt: In der schwedischen Stadt Linköping plant das Unternehmen Plantagon ein riesiges Gewächshaus mitten in der Stadt bauen:

„Um die Sonne optimal auszunutzen, sollen Hunderte, wenn nicht Tausende kleiner Transportwagen Pflanzkübel auf einem Laufband von oben nach unten durch das Hochhaus kutschieren. Auf rund 4.000 Quadratmetern will Platangon vor allem asiatisches Gemüse anbauen, von Pak Choi bis zum chinesischen Brokkoli Kailaan. Spätestens 2014 wollen die Schweden das erste Mal ernten. In dem Mehrstufen-Gewächshaus lasse sich mehr als drei Mal so viel Gemüse produzieren wie im normalen Treibhaus, wirbt Plantagon.“ (Quelle: Zeit online – Linköping plant die Agrar-Revolution)

Ist das nicht verrückt? Was denkt ihr – ist das wirklich die Zukunft? Werden unsere Städte von nun an grüner und tragen mit zur Nahrungsmittelversorgung bei oder ist das alles nur eine Trenderscheinung?? Ich freue mich auf eure Kommentare!

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Achso, vom 3Sat gibt es die passende Video-Reportage zum oben erwähnten Artikel. Lohnt sich:

Video: 3Sat – Hühner, Ziegen und Salat aus der Stadt

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