Auch intern sozial?

Veröffentlicht: Mai 9, 2012 von Ms. Wednesday Luise in Start Ups
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Wir sprechen die ganze Zeit über soziale Unternehmen, die ihre Tätigkeiten nach außen an die Gesellschaft richtet.
Ist ein Social Entrepreneurship auch innerhalb des Unternehmens sozial? Dieser Artikel lässt dich erfahren, wie wichtig es ist, dass ein soziales Klima zwischen den Mitarbeitern herrscht.
Besonders Startups benötigen die richtigen Leute, denn nur gute Leute erreichen mit WENIG VIEL! Genau darauf kommt es an! Viktor bloggte bereits über kollektieves Denken in Unternehmen. Es sei wichtig, dass Gruppen Entwicklungs- und Feedbackprozesse erfahren, sich austauschen und gemeinsam am Erfolg arbeiten. Projekte wachsen nur mit Begeisterung und hier sehe ich den Sinn einer dynamischen Gruppe bzw. einer guten Arbeitsatmosphäre. Die Mitarbeiter motivieren sich gegenseitig, weil sie den Platz für Ideen bekommen, Anerkennung und eine große Beteiligung am Erfolg.
Probleme können leichter gelöst werden, wenn jeder mit großen Interesse an einem Projekt arbeitet.

Besonders innerhalb einer großen Mitarbeiterschaft verliert sich oft der Gedanke des Miteinanders. Niemand der Mitarbeiter fühlt sich persönlich verantwortlich für den Erfolg des Unternehmens.

Das Buch „The Lean Startup“ von Eric Ries berichtet jedoch darüber, dass dem entgegengewirkt werden kann. Wie Caroline Barlerin es geschafft hat eine bessere Atmosphäre bei HP zu schaffen, erfahrt ihr in diesem Buchausschnitt:

Caroline Barlerin is a director in the global social innovation division at Hewlett-Packard (HP), a multinational company with more than three hundred thousand employees and more than $100 billion in annual sales. Caroline, who leads global community involvement, is a social entrepreneur working to get more HP`s employees to take the advantage of the company`s policy on volunteering.

Corporate guidelines encourage every employee to spend up to FOUR hours a month of company time volunteering in his or her community; that volunteer work could take the form of any philanthropic effort; painting fences, building houses, or even using pro bono or work-based skills outside the company. Encouraging the latter type of volunteering was Caroline’s priority. Because of its talent and values, HP`s combined workforce has the potential to have a monumental positive impact. A designer could help a nonprofit with a new website design. A team of engineers could wire a school for Internet access.

Die Rotation einiger Mitarbeiter zwischen den Abteilung, jeweils nur für wenige Tage, wäre schon ein guter Anfang, um die Arbeitsatmosphäre zu optimieren. Oft weiß eine Abteilung nicht was die andere tut. Die richtige Kommunikation bleibt aus und Spannungen entstehen.

Ich bekomme es momentan hautnah mit, jeder hat eine Erwartungshaltung, die oft nicht befriedig wird. Es entsteht oft Hektik und am Ende fühlen sich die Falschen verantwortlich. Manchmal finde ich es überhaupt nicht schlecht, da diese Spannung jeden aufmerksam bleiben lässt und eine Dynamik entsteht. Leider leiden die Projekte darunter.

Habt ihr bereits Erfahrungen in einer unangenehmen Arbeitsatmosphäre gesammelt? Oder was lief besonders gut? Habt ihr Tipps?

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Kommentare
  1. Julian "Hamburg" sagt:

    Also ich persönlich muss sagen, dass ich gemeinschaftliche Aktivitäten innerhalb der Firma ganz wichtig finde. Wie du ja schon gesagt hast, verliert man, in größeren Unternehmungen, ganz schnell den Gedanken des Miteinanders. Abteilungen arbeiten alle nur für sich selbst und vielleicht kennt man sich auch gar nicht persönlich, sondern nur vom Telefon.
    Wenn ich an meinen alten Arbeitplatz zurückdenke, fällt mir immer dazu ein, dass speziell Gruppenaktivitäten sprich Weihnachtsfeiern, Besichtigung der Zweigstellen oder Ausfahrten extrem das Gruppengefühl gestärkt haben.
    Ich empfand das immer als sehr angenehm, da man die Leute besser kennenlernen konnte bzw. überhaupt kennen lernt und dies hat sich im Umgang dann auch in die Arbeitswelt wiedergespiegelt. Man wusste dann mit wem man in einer anderen Zweigstelle telfoniert und versucht ein Problem zu lösen.
    Als dies in meiner früheren Arbeit dann alles nach und nach getrichen wurde, ja selbst die Weihnachtsfeier, nahm die Motivation der Mitarbeiter immer mehr ab.
    War kein schönes Arbeiten mehr!!

  2. Ms. Monday Jana sagt:

    Hallo Luise,
    Von dieser Sicht habe ich das Thema noch gar nicht betrachtet. Danke für den tollen Denkanstoss! Denn ich finde du hast recht: ein Unternehmen sollte natürlich auch intern sozial arbeiten!
    Ich persüönlich habe da sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen gemacht. In einer meiner alten Arbeiststellen beispielsweise gab es einen Wechsel des Vorgesetzten. Mit dem Neuen kamen viele Mitarbeiter nicht gut aus. Hinzu kamen die Veränderungen einiger Arbeitsprozesse, welche die Belastung und den Zeitdruck für die Mitarbeiter zusätzlich steigerte. Anerkennung oder das Gefühl geschätzt zu werden vielen komplett weg. Das führte traurigerweise dazu, dass viele der langjährigen Mitarbeiter das Unternehmen nach und nach verliessen. Das kann einen sehr großen Schaden hervor rufen. Für ein Unternehmen sollte es also wegen der Risiken erst Recht von großem Interesse sein, zufriedene Mitarbeiter und ein starkes Team zu haben!
    Während meines Praktikums beispielsweise gab es einmal pro Monat ein so genanntes Team Dinner. Da ging die ganze Abteilung gemeinsam Essenund der ein oder andere Kollege brachte sogar mal seine Familie mit. Diese Treffen waren immer sehr entspannt und lustig und haben sehr viel zum Arbeitsklima beigetragen!

  3. Sofia sagt:

    Hallo Luise,

    ich hab nur mal im Rahmen einer Besichtigung bei Ebay gesehen, was alles erreicht werden kann, wenn die Mitarbeiter gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Bei Ebay durften nämlich die Mitarbeiter die Besprechungsräume gestalten. Besonders beeindruckt hat mich der „Asterix & Obelix“ Besprechungsraum und die Gestaltung vom „Wallace & Gromit“ Raum. Bei dem Mitarbeiter, der die Besichtigung durchgeführt hatte, konnte man richtig sehen, dass er den Gestaltungsprozess als sehr positiv empfunden hatte.

  4. Danke für euren Zuspruch!
    Ich kann mich sehr gut in eure Erfahrungen hineinversetzen. Seit Anfang des Jahres bin ich auch in einer Firma beschäftigt und meine Abteilung war bis letztes Jahr noch zweigeteilt. In den ersten Monaten des Zusammenschlusses haben sich auch enorm viele Mitarbeiter verabschiedet, weil sie dem Druck nicht standhalten konnten. Leider war auch das Management überfordert und die Motivation für ein „wir schließen uns zusammen und machen etwas Besseres daraus“ hat gefehlt.
    Besonders in großen Firmen passiert dies oft, da sich die Mitarbeiter weniger mit dem Unternehmen identifizieren.
    Projekte wie das von Caroline Barlerin können uns nur animieren anderes zu denken. Falls ihr eine Managementposition übernehmt hilft euch dieser Denkansatz vielleicht weiter eure Mitarbeiter sozial sein zu lassen.

  5. @Sofia: Davon habe ich auch schon einmal gehört. Bei Google gibt es so etwas auch und ich denke, dass es mehr und mehr Anwendung in Unternehmen findet. Eine Freundin von mir arbeitet in einer Steuerkanzlei und selbst dieses Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeiter bietet jede Woche einen gemeinsamen Sportkurs an (sogar während der Arbeitszeit – dann nimmt auch jeder Teil). Das Ziel dessen ist natürlich nicht nur die Stärkung der Gemeinschaft, sondern auch die Erhaltung der Gesundheit der Mitarbeiter. Bei einer immer älter werdenden Gesellschaft gewinnt der Fakt seine Mitarbeiter fit zu halten immer mehr an Bedeutung. Ich finde es klasse, dass Unternehmen zunehmend über die Bedeutung von Motivation und Gesundheit ihrer Mitarbeiter nachdenken.

  6. […] Kommentare Ms. Wednesday Luise on VatertagMs. Wednesday Luise on Auch intern sozial?Ms. Wednesday Luise on Burn your BusinessplanMs. Wednesday Luise on Auch […]

  7. Marion sagt:

    Für mich ist das „intern soziale“ das ausschlaggebende Element. Besteht ein starkes Gruppengefühl im Unternehmen, kann man eine Tätigkeit, die man eigentlich nicht besonders gerne ausführt, über längere Zeit mit Motivation ausführen, einfach nur, weil man weiss, dass diese Tätigkeit wichtig für die Gruppe ist. Bestehen keine oder nur wenige soziale Kontakte, aber die Tätigkeit macht einem Spass, so finde ich persönlich es vield schwieriger jeden Morgen motiviert schaffen zu gehen. Mit Aktivitäten, die die ganze Gruppe gemeinsam ausführt (Weihnachtsfeiern, Gesundsheitstage, Sport, After Work Parties) wird die Identifikation mit dem Unternehmen von jedem einzelnen Mitarbeiter gestärkt.

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