Burn your Businessplan

Veröffentlicht: April 25, 2012 von Ms. Wednesday Luise in Berlin, Know How
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“Verbrenne deinen Businessplan!“ Das war das Motto des 8th Lean Startup Meetups bei ImmobilienScout24 am Donnerstagabend.

Der Gastredner Alexander Osterwalder ist Advisory Board bei Appify Co, Entrepreneur & Co-Founder bei Business Model Foundry, Speaker, Author & Advisor bei Osterwalder Strategy Facilitation und gestaltete das Meetup äußerst interessant.

Er hat das innovative Konzept des „Business Model Canvas“ vorgestellt. Diese Model ist eines seiner Innovationen, welche er in seinem Buch „Business Model Generation“ vorstellt (auch bei uns in der HWR Bibliothek erhältlich). Es zeigt einen neuen, einfacheren und innovativen Weg wie man ein Unternehmen plant oder umstrukturiert.

Das  „Business Model Canvas“  ist überschaubar und beleuchtet neun essentielle Bausteine in einem Unternehmen, um es ans Licht der Welt zu bringen und es erfolgreich zu etablieren. Bereits bestehende Unternehmen verwenden es, um ihre Strukturen zu überdecken, zu optimieren und letztendlich, um das Unternehmen zu höheren Leistung zu bringen.
Sobald ein Unternehmen das Model nutzt, durchläuft es einen Prozess, welcher neue Werte kreiert.

Die „neun Bausteine“ sind Key Partners, Key Activities, Value Proposition, Costumer Relationship, Costumer Segments, Key Resources, Channels, Cost Structure, Revenue Streams. Das Video wird es euch verdeutlichen.

Osterwalder empfiehlt die Verwendung je nach Etablierungsgrad des Unternehmens zu variieren. Ein Startup sollte es als Checkliste verwenden und sich fragen: Haben wir an alles gedacht? Welche Schritte liegen noch vor uns? (Level 1)
Ein bereits etabliertes Unternehmen kann das laufende Geschäft aus einer anderen Perspektive beleuchten, neue Verbindungen (Level 2) ziehen und kostenintensive Aktivitäten reduzieren. Dies bereitet oft Probleme, da Unternehmen in diesem Stadium oft verkennen wie wichtiges es ist sich neu zu strukturieren. Das  „Business Model Canvas“  kann als hilfreicher Leitfaden agieren.
Unternehmen, welche bereits erfolgreich sind können die neun vorhandenen Bausteine optimieren und zu Höchstleistungen verleitet werden. (Level 3)

Das Model ist absolut anregend und zeigt neue Wege auf. Den herkömmlichen Businessplan sollten wir jedoch vielleicht doch nicht verbrennen. Spätestens im Gespräch mit der Bank werden wir ihn vermissen.

ImmobilienScout24 veranstaltet regelmäßig Meetups. Es ist absolut empfehlenswert! Besonders an Projekten für Startups sind sie interessiert. „You Is Now“ unterstützt junge Gründer von der Ideenreifung bis zum Einstieg in den Markt mit einem Kapital von bis zu 500.000€, Büroräumen, gemeinsamer Entwicklung der Idee und zahlreichen Kontakten. Selbstverständlich behält sich ImmobilienScout24 nicht vor einen Anteil am Startup zwischen 10% und 20% zu haben.

Was haltet ihr von der Idee ein „Business Model Canvas“ zu verwenden? Ein zusätzliches Tool, welches wir zu Ben’s Tool-Liste geben können. Selbstverständlich gibt es ein spezielles App für das Model inkl. der Berechnung von Kosten etc. Ich war beeindruckt! Der Gastredner hat uns auch noch einen Gutscheincode für die Anwendung verraten. Bei Interesse einfach via Kommentar nachfragen!

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Kommentare
  1. milchbubis sagt:

    Ich glaube Herr Ripsas hat deinen Blog sehr genau gelesen und heute den halben Kurs darauf aufgebaut. Inhaltlich äußere ich mich nachher noch dazu 🙂

  2. milchbubis sagt:

    Hi Luise!

    Vielen Dank für deinen Beitrag, der mir noch mal genauer verdeutlicht hat was dieses Business Model Canvas genau ist. Die Hauptunterschiede und großen Vorteile zum Business Plan sind für mich die folgenden:
    1. Die Zusammenhänge zwischen den 9 Bereiche werden deutlich und nicht einfach nacheinander genannt, wie im BP.
    2. Man hat alles auf einem Blick und kann die einzelnen Elemente schnell anpassen und sofort potentielle Veränderungen in den anderen Bereichen erkennen.

    Im Zusammenspiel mit dem Video wurde ich überzeugt ein solches Modell auch für mein aktuelles Startup anzufertigen.

    Allerdings NEBEN dem Business Plan. Einerseits, weil der Business Plan die Semesterarbeit ist, andererseits, weil Investoren sich (noch) eher für einen Business Plan interessieren, als für dieses Modell. Allerdings geht der Trend weg von Business Plänen, weil in ihnen viele und lange, mit Plattitüden-gespickte Passagen versteckt sind, die nicht mit reellen Zahlen hinterlegt werden.

    Wie siehst du die Entwicklung? Ist es deiner Meinung nach denkbar, dass Business Pläne auf lange Sicht verschwinden werden? Oder siehst du sogar Vorteile in den Business Plänen, die wir hier noch schuldig geblieben sind?

  3. Ich denke, dass immer Platz für Zahlen und genauere Erläuterungen wichtig ist. Insbesondere, wenn man das Projekt einem Investor oder einer Bank vorstellt, deswegen wird die Canvas allein nie ausreichen. Dies ist mir besonders nach Herrn Ripsas Vorlesung deutlich geworden. Als ich den Blog verfasste war ich völlig von der neuen Art des Business Models begeistert und man vergisst dabei ganz schnell, dass noch einiges mehr notwendig ist, um an Startkapital zu kommen.
    Die Business Model Canvas ist eine tolle Ergänzung zum gewöhnlichen Businessplan und mit Sicherheit wird es in Zukunft mehr Anwendung finden. Ich denke, dass sich die Art und Weise einen Businessplan zu schreiben modernisiert und dann wird sich auch die Canvas etablieren.
    Während ihr euren Businessplan schreibt fragt ihr euch möglicherweise an manchen Stellen warum man die Aufstellung einiger Fakten nicht anders gestaltet. Es wäre klasse, wenn ihr optimalere Versionen schaffen könnt und sich diese dann irgendwann wie die Canvas etablieren. Ein Versuch ist es Wert;). Bitte lasst mich wissen, wenn ihr Ideen zur Optimierung habt.

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  6. […] lässt mich das Thema nicht los. Der Talk von Alexander Osterwalder, welcher mich zu meinem ersten Burn your Businessplan Beitrag animiert hat ist nun auf Video zu […]

  7. […] dem  klassischen Businessplan, wie er auch vom Businesswettbewerb gut erläutert wird, und dem Business Model Canvas, den wir hier im Block schon vorgestellt haben, möchte ich euch eine weitere Variation […]

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