Hilfe – Wem kann man trauen…?

Veröffentlicht: April 17, 2012 von Ms. Tuesday Sophie in Know How, Social Entrepreneurs
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In meinem letzten Artikel habe ich mich mit einem Social Entrepreneur beschäftigt der mich mit seiner Idee sehr fasziniert hat. Er hat es geschafft ein wirtschaftliches Konzept mit sozialem Hintergrund zu gestalten und hat damit vielen Menschen sehr geholfen. Nachdem ich nun Jans Artikel „Social Business – Oder doch nur Betrug?“ gelesen habe, kamen mir verschiedene Gedanken zum Thema „Wer ist wirklich sozial?“.

Viele so genannte ‚Entrepreneurs‘ wollen ihre Geschäftsidee vermarkten, allerdings wird dabei auch oft der Vorwand sozial zu sein, als Push-Faktor genutzt. Schlichtweg man nutzt das ‚Social‘ aus um ein besseres Image zu kriegen oder schneller Zuspruch in der Bevölkerung zu erlangen. Sicherlich gibt es viele die wirklich innovative Ideen haben und etwas verändern wollen, aber nicht alle ziehen dies konsequent durch, was man an dem Beispiel von Noa-Bank aus Jans Artikel „Social Business – oder doch nur Betrug…?“ sehen kann. Jana hatte die gleichen Gedanken wie ich und ich fand ihren Artikel „Are you social?“ in dem Moment total treffend. Sozial zu sein ist schwierig zu definieren und wenn es um Business geht wird das noch viel komplizierter. Mich interessiert es jetzt, wer entscheidet wann ein Business ‚social‘ ist und wie kann ein ganz normaler Durchschnittsverbraucher erkennen ob es sich um einen wirklichen Social Entrepreneur handelt, einen Realfounder…?

Bei meinen Recherchen bin ich auf zwei Organisationen gestoßen, die mir helfen konnten ein bisschen Licht in die Dunkelheit zu bringen. Zum einen gibt es da Ashoka, die wohl bekannteste Einrichtung zum Thema Förderung von sozialen Unternehmen und zum anderen die Schwab Stiftung die den Social Entrepreneur des Jahres kürt.

Ashoka entstand aus einer einfachen Idee heraus, Menschen die etwas Schaffen wollen zu unterstützen.

   „ The idea: all it takes to change the world is a person who recognizes a problem “

Menschen die erkannt haben, dass sich etwas ändern muss in der Welt und   dass man die Probleme anpacken muss. Das geht nur mit einem neuen Denken und Mut zum anders sein. Ashoka glaubt daran, dass diese Leute Förderung brauchen denn sie sind die Zukunft die unsere Gesellschaft langfristig prägen soll. Die Social Entrepreneurs wollen nicht lediglich ein schnelles Business und es geht auch nicht nur darum Profit zu machen. Es soll ein Mehrwert für unsere Generationen geschaffen werden.

„Sozialunternehmer geben sich nicht zufrieden,

Menschen Fisch zu geben oder ihnen Fischen

beizubringen. Sie verändern die Fischindustrie.“

Bill Drayton, Ashoka-Gründer und CEO

Um dieses Ziel zu erreichen müssen die Sozialunternehmer gut geprüft und ausgewählt werden. Ashoka hat eine Reihe an Auswahlkriterien, anhand deren geprüft wird ob das Business auch sozial ist und langfristig der Gesellschaft zugutekommt. Der Auswahlprozess ist sehr aufwendig und aus jährlich 250-300 Nominierten werden nur 7-8 Fellows ausgesucht die Ashoka unterstützen wird. Anhand von 5 Punkten werden die Bewerber geprüft:

  •   Neuheit der eigenen Idee
  •   Potenzial zur gesellschaftlichen Problemlösung
  •   Unternehmerische Wachstumsabsicht
  •   Kreativität
  •   Vertrauenswürdigkeit und Integrität

Wer diesen Maßstäben entspricht und als Ashoka Fellow gekürt wird, bekommt nicht nur finanzielle Unterstützung und ein Pool an Unternehmenskontakten aus der Wirtschaft und zu anderen Social Entrepreneurs, sondern er bekommt auch eine Art Qualitätssiegel. Er wird nun auf seinem Weg die Welt zu gestalten von Ashoka begleitet und gefördert. Jeder der vor hat mit diesem Unternehmen zusammenzuarbeiten, weiß hier steckt nicht nur ein fixer Gedanke sozial zu sein oder Geld zu verdienen dahinter, sondern ein rundum durchdachtes Konzept das aufwendig geprüft wurde und den Titel Social Business auch wahrhaft verdient. Ein Vorteil der nicht nur dem Unternehmen als solches zugutekommt, sondern auch der Öffentlichkeit die eine Orientierungshilfe hat, wer ein wirklicher Social Entrepreneur ist.

Hier ist nochmal die Idee kurz zusammengefasst, viel Spaß!!!

Weiterhin gibt es eine Organisation die den Social Entrepreneur des Jahres kürt, sie ist „ The voice of social    Innovation“ und trägt den Namen „Schwab Foundation for Social Entrrepreneurship“. Die  Schwab Stiftung möchte auf die vielen sozialen Unternehmer aufmerksam machen und die Entrepreneurs ehren, die im Stillen so viel für unsere Gesellschaft tun. Wobei Ashoka die Unternehmer in ihren Kreis aufnimmt und sie als vollwertiges Fellow unterstützt und betreut, geht es bei der Schwab Stiftung vielmehr um die Öffentlichkeitsarbeit. Denn der Preis ist nicht finanzieller Art, sondern es geht um den Ruhm, die Anerkennung und die Wertschätzung der Arbeit. Man möchte dadurch Politik und Wirtschaft auf die sozialen Unternehmen hinweisen und ihnen zeigen was für einen Wert sie schaffen. Es entsteht ein Netzwerk der verschiedenen Entrepreneurs die gemeinsam von dem Wissen profitieren und zusammen an Projekten und Ideen arbeiten.

Beide Organisationen leben den Community-Gedanken voll aus. Es geht darum mit anderen etwas zu schaffen und sich für etwas stark zu machen.

 So wie Ashoka es meint:

„ But as the number of fellows grew, and grew, we learned there is something more powerful then 1 entrepreneur….

… a NETWORK, of entrepreneurs,

working together,

finding new game-changing ways of thinking. “

Diese Netzwerke fördern die Arbeit, sowie sie auch als Qualitätsmerkmal gesehen werden können. Es hilft die echten Social Entrepreneurs zu identifizieren, sie zu verstehen und sie zu unterstützen.

Woher sollen wir wissen ob jemand der sich als sozial ausgibt, auch wirklich sozial ist?

Wir selber können das nicht rausfinden, wir brauchen jemand der sich damit auskennt, der die sozialen Unternehmen beurteilt und der uns hilft die wahren Social Emtrepreneurs zu erkennen!

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Kommentare
  1. Ms. Tuesday Sophie sagt:

    Hier noch eine interessante Beteiligungsgesellschaft die sich auch darauf spezialisert hat Social Entrepreneure zu unterstützen:

    http://www.bonventure.de/

    In Form von Sozialem Risikokapital und Venture Philanthropy können Sozialunternhemer Kapital erhalten und zusätzlich werden sie in strategsichen Fragen beraten.
    Eine tolle Organisation, die neben Ashoka und der Schwab Stiftung, besonders für den deutschsprachigen Raum eine neue Möglichkeit zur Beschaffung finanzieller Mittel, darstellt.

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