Big Brother Mouse

Veröffentlicht: April 6, 2012 von Jan in Start Ups
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Do you remember the excitement of rushing home to read the next chapter in a book that you hoped would never end?

…so lautet der erste Satz auf der Webseite der „Big Brother Mouse“, einem Social Business in der Demokratische Volksrepublik Laos. Ein hervorragendes Zitat um die Besucher der Big Brother Webseite zu begrüßen – ein wenig abgewandelt aber auch für unseren Blog ganz gut zu gebrauchen:

Do you remember the excitement of rushing home to read the next post in the RealFounder Webblog that you hoped would never end?

nicht? Dann wird es nun aber Zeit und wir hoffen, dass wir mit unseren gut recherchierten Artikeln dein Interesse wecken können und dir dieses Gefühl geben werden.

WIR sind fünf Studenten an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, die im Zuge des Moduls „Social Entrepreneurship“ diesen Blog ins Leben gerufen haben, um unsere Gedanken rund um das Thema Entrepreneurship mit der Welt zu teilen. Mehr zu uns findet ihr im Menüpunkt „Über uns“ – in unseren ersten Artikeln stellt jeder von uns ein „Social Business“ vor, dass er oder sie für besonders interessant erachtet. Ich darf anfangen – und somit sind wir wieder bei der Big Brother Mouse:

Laos hat viele Probleme: Das am meisten bombardierteste Land der Geschichte (Association Terre des Sourires), ein Viertel der Bevölkerung muss mit weniger als 2 US$ am Tag auskommen, 43% der Bevölkerung hat keinen Zugriff auf sauberes Trinkwasser, knapp ein Drittel der Laoten können weder lesen noch schreiben und viele Kinder in Laos haben noch nie ein Buch gesehen (Central Intelligence Agency – The World Factbook).

Book Party
Big Brother Mouse hat sich zur Aufgabe gemacht selbst entworfene Kinderbücher in die abgelegenen Regionen Laos zu bringen und den Kindern beizubringen, dass das Lesen von Büchern nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Spaß macht. Hierzu werden regelmäßig Book Partys veranstaltet, bei welchem eine Gruppe Freiwilliger in die abgelegenen Dörfer reist, den Kindern beibringt „wie man Bücher liest“, mit ihnen Spiele spielt, Malwettbewerbe veranstaltet und am Ende jedem Kind sein wahrscheinlich erstes Buch übergibt. Im Vordergrund steht dabei spielerisches Lernen.

Big Brother Mouse WerbeschildDarüber hinaus nutzt die Organisation auch den Individualtourismus in Laos. Wohlwissend, dass einige der in Laos reisenden Touristen auch in abgelegene Dörfer reisen, werden die Kinderbücher auch an Touristen verkauft, damit diese auf ihren Reisen die Bücher an bedürftige Kinder verteilen können. Ein Konzept das funktioniert – viele Touristen sind dankbar auf ihren Reisen sinnvolle Geschenke verteilen zu können.
Auch wenn Big Brother Mouse anfänglich ein wenig westliche „Starthilfe“ erhalten hat, ist die Organisation nun zu 100% in laotischen Händen und nimmt damit eine ganz wichtige Stellung im Hinblick auf das Thema Social Entrepreneurship in Laos ein: Ohne Regierungseinflüsse ist Big Brother Mouse eins der ersten LAOTISCHEN Social Business in Laos!

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Kommentare
  1. bensonx sagt:

    wie finanzieren die sich ohne Regierungseinflüsse, nur über die Spender der Touristen?

  2. Jan sagt:

    Hey Ben,
    danke für dein Kommentar und deine berechtigte Frage. Es ist in der Tat so, dass sich Big Brother Mouse sich nur über Spenden finanziert….dabei möchte ich nicht ausschließen, dass es auch Spenden von wohlhabenderen Laoten sind, aber primär von Touristen. Big Borther Mouse schreibt selber zu diesem Thema:

    „During the first year, the project’s founder, Sasha, was able to pay for most of the overhead and printing costs from his personal savings, and we were helped by occasional donations from visitors. That allowed us to focus our energies on producing some books. Now, we need to find other sources of support.“
    (Quelle: http://www.bigbrothermouse.com/laos/faqs.html)

    Es ist auch ganz interessant wie teuer so ein Buch ist: Je nach Umfang kostet ein neues Buch zwischen 1.800 und 6.000 US$….ein Teil davon kann natürlich dadurch refinanziert werden, dass die Touristen die Bücher zum verschenken kaufen. Auf der Big Brother Mouse Seite wird davon geschrieben, dass jedes Buch zusätzlich zum Verkaufserlös noch 1,000 – 3,500 US$ an Spenden benötigt.
    (Quelle: http://www.bigbrothermouse.com/donate.html)

    Viele Grüße,
    Jan

  3. […] Sache, aber doch nicht unmöglich was uns Beispiele wie Ikotoilets, One Laptop per Child oder Big Brother Mouse beweisen. Zu diesen Anforderungen kommt dann aber zusätzlich auch noch das Ansehen und Image. Man […]

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